Rückblick 2016: Meine erste Triathlon-Saison

Im August 2015 stand ich da so rum – an der Strecke vom Gewoba-City-Triathlon Bremen – als Zuschauerin. Ich hatte damals noch keine Vorstellung davon, was Triathlon eigentlich so in der Praxis ist. Ich wusste, dass man irgendwie schwimmt, radelt und läuft. Soweit, so gut. Aber an diesem Tag hat sich, wie viele von Euch schon gelesen haben, die diesen Blog länger verfolgen, einiges geändert.

Rücklblick-2016-Triathlon-Saison

Mit dem angesprochenen Tag sollte auch meine Triathlon-„Karriere“ starten, denn natürlich war ich sofort infiziert, als ich den ganzen, ja schon irgendwie verrückten Menschen dabei zusah, wie sie sich körperlich mehr oder weniger ans Ende ihrer Kräfte brachten. Ja, heute kann ich sagen, ein bisschen verrückt sind Triathleten alle. Auch ich habe in der „heißen Phase der Vorbereitung“ auf meine drei Sprint-Distanzen an meinem einen Ruhetag in der Woche nur schwer die Füße mal still halten können. Man gewöhnt sich einfach daran, viel aktiv zu sein und der Körper sehnt sich schon fast nach Bewegung. Das Gefühl kannte ich so gar nicht und das man dabei auch noch Spaß haben kann, war mir bei Sport mit diesem zeitlichen Aufwand völlig fremd.

Die wichtigsten Fragen aber mal an mich selber gestellt:

Würde ich wieder mit dem Triathlon starten?

JA!!! Uneingeschränkt. Ich musste am Anfang gerade beim Kraulen lernen wirklich die Zähne zusammen beißen und kämpfen – wie so oft mit dem Kopf, denn der Körper ist nicht so das Problem. Aber es hat sich gelohnt, dran zu bleiben. Ich liebe das Schwimmen, auch wenn es nicht meine Stärke ist. Aber ich habe immer wieder Lust dazu und arbeite diesen Winter konkret an der Technik, nachdem Kraulen per se schon mal ganz passabel klappt.

Was war der schönste Moment in meiner ersten Triathlon-Saison?

Der Zieleinlauf bei meinem ersten Triathlon. Klingt natürlich total logisch und völlig unüberraschend aber hey: Ich war so nervös, dachte nach dem Schwimmausstieg noch, dass ich das niemals schaffe und hatte schon nach der ersten von zwei Laufrunden Tränen in den Augen, weil ich gemerkt habe, dass die Kraft und die Ausdauer da ist und ich das wirklich geschafft habe, auch wenn es nur eine Sprintdistanz war. Denn eins ist mir da richtig klar geworden: Das ist etwas, dass hast DU für DICH selber gemacht. Für niemanden sonst, nur für DICH ALLEINE. Ich hatte auf dem Weg zu dieser Erkenntnis viel Hilfe und Unterstützung, ob beim Training oder von Familie und Freunden. Ohne Euch hätte ich diesen Moment und diese Tränen in den Augen nicht gehabt (Ja, es klingt kitschig, aber ihr wisst alle, dass der Sport so viel mehr Spaß macht, wenn man diesen Rückhalt hat!)

Was habe ich für mich gelernt?

Dazu möchte ich gerne einen eigenen Blog-Artikel machen, denn natürlich lernt man von Wettkampf zu Wettkampf selber dazu und es sind persönliche Erfahrungswerte, die man hat. Ich habe aber vor allem über mich selber auch viel gelernt, was ich schaffen kann und dass es sich gelohnt hat, dafür zu trainieren. Und ja, ich will mehr, viel viel mehr von diesem Endorphin-Überschuss, der beim Zieleinlauf auf einen einprasselt.

Was plane ich für 2017?

Auch dazu wird es bei genauerer Planung einen eigenen Artikel geben, aber ich habe wirklich Blut geleckt und möchte meine Grenzen noch mehr austesten. Ich spiele mit dem Gedanken, am Anfang der Saison, sollte das Training in den nächsten zwei/drei Monaten gut laufen und die Perspektive eröffnen, eine Mitteldistanz mal zu starten. Einfach nur, weil ich ein übergroßes Ziel brauche, dass ich denke, schaffen zu können. Einfach nur, weil ich schon so bekloppt bin, wie Triathleten bekloppt zu sein scheinen. Ansonsten sollen in jedem Fall nächste Saison Olympische Distanzen in meinem Saisonplan auftauchen und gerne mehr als drei Wettkämpfe insgesamt – aber warten wir mal ab. Ich würde auch sehr gerne einen Urlaub mit einem Triathlon-Start verbinden. Vorschläge dafür, wo es schön ist, wo tolle Strecken sind, eine super Organisation und gleichzeitig ein toller Urlaub damit verbunden werden kann, gerne an mich ab sofort 🙂

Zum Abschluss ein kleines, kurzes Video, wie es beim Schwimmen so steht:

 

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