Schwimmtrainingslager: Ein Sonntag, der es in sich hatte

Am letzten Sonntag, eigentlich auch schon am Samstag, gab es bei uns im Verein das Schwimm-Trainingslager. Angesagt waren drei Schwimmeinheiten plus eineinhalb Stunden Stabi. Leider musste ich den Samstag aufgrund von Kopfschmerzen und passend dazu zeitlichem Engpass ausfallen lassen. Dafür sollte der Sonntag sportlich für mich einen Schwall Glückshormone übrig haben:

Zusammenfassung Schwimmtrainingslager 2017

Sonntag um 9 Uhr Schwimmtraining – eigentlich ein absolutes Unding an dem bei mir fürs Ausschlafen heiß  begehrten Tag, aber was solls. Aufgestanden, Frühstück reingeschoben und ab ins Schwimmbad. Die Laufsachen hatte ich abends bereits eingepackt, denn alleine schon zeitlich war klar, dass ein Rückweg zwischen den zwei anstehenden Einheiten an diesem Tag nicht lohnen würde. Also wollte ich, verrückt wie ich bin, einfach meinen langen Lauf, der jeden Sonntag ansteht, doch nicht ausfallen lassen und ihn direkt nach der ersten Schwimmeinheit durchziehen.

Die erste Schwimmeinheit hatte es, wie auch nicht anders zu erwarten, ordentlich in sich: Delfin (hab ich erst drei Mal versucht), Rücken, Brust, Kraul – Lagen über Lagen, Ausdauerparts über 8x50m-Sprints und am Ende noch eine Staffel mit zwei ordentlichen Bahnen Rücken in Vollgas – ich war also eigentlich schon platt. Aber ich hatte Lust zu laufen, also ging es ins wunderschöne Bremer Blockland auf meine geplanten eineinhalb Stunden laufen. Ich laufe momentan nur nach Zeit und nicht nach Kilometern. Ist psychologisch ganz nett, aber fürs Grundlagentraining, das ich für meine geplante MD im September brauche, auch einfach effektiver. Schneller werde ich, so sagt man mir immer, automatisch irgendwann ein wenig…warten wir mal ab! Momentan krebse ich auf den langen Läufen mit 7:30 auf den ersten Kilometern los, werde aber meist nach der Hälfte gut 15 Sekunden schneller, ohne es zu merken. Vielleicht ist also was dran… 😀

Der Lauf ging also ruhig los – bis ich plötzlich merkte, dass da ja was gewesen ist, an das ich denken wollte: Blasenpflaster…ich hatte drei Tage vorher blöde Socken beim Laufen an, die alte Blase machte sich also natürlich trotz guter Socken bemerkbar. Da waren aber schon 3km rum und es tat nur ein bisschen weh. Also weiter…bis Kilometer 5 alles ok…dann tat der Fuß ordentlich weh. Ich war mittlerweile irgendwo im Blockland angekommen – der Rückweg mind. wieder 5km. Also weiterlaufen, dachte ich mir. Den Schmerz habe ich nicht mehr gemerkt. Dafür kam der Regen von oben mit allem, was er zu bieten hatte inklusive Wind. Aber hey…vom Schwimmen war ich ja zumindest auf dem Kopf unter der Cap immernoch nass. Egal also. 10,5km standen am Ende auf der Uhr, die eineinhalb Stunden haben nicht zur Strecke gepasst, aber zum Zeitplan für die zweite Einheit. Nach kurzer Überlegung stand nämlich fest, dass ich die natürlich auch schwimmen werde…ohje…

8x25m Lagen….jucheiiiii…wieder dieses komische Delfin, aber es klappte besser. Beine zweimal, Arme einmal. Immerhin eine halbe Bahn, das ging irgendwie. Lustig wurde es danach: 8x50m mit 25m hin ohne Luft zu holen. 25m kraulen ohne Luft holen kann ich, aber das acht Mal hintereinander. Sollte klappen, aber der Sauerstoff war ordentlich dünn und klein Lena platt. Die Einheiten dazwischen und die 400m Meter Windschatten-Schwimmen am Ende hab ich vom Gefühl her schon wieder vergessen 😀

Kennt Ihr das, wenn man eigentlich total müde ist und trotzdem redet, wie ein Wasserfall, weil der Sport einem so viel Glückhormone gegeben hat und man sich gefühlt ein bisschen selbst übertroffen hat? So ging es mir…mein armer Freund tat mir etwas Leid, er durfte sich das Gesabbel nachmittags anhören 😀

 

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