Triathlon Bremen – absolutes Mini-Max-Prinzip

Vielleicht hat der ein oder andere meinen Motivationstiefpunkt-Post bei Facebook gelesen, denn das musste ich mir irgendwie mal von der Seele schreiben und habe viele Rückmeldungen bekommen, dass es dem ein oder anderen auch schon mal so ging. Es tat auf jeden Fall sehr gut, das loszuwerden und den großen Schritt in die richtige Richtung habe ich glaube ich Sonntag beim Gewoba-City-Triathlon in Bremen gemacht, denn der lief mit selbst für einen Sprint geringer Vorbereitung erstaunlich gut 🙂

Triathlon_Bremen

Viel Lust zu starten hatte ich nicht, denn Freitag war ich noch mal gemütlich 3km laufen und habe mich gefühlt wie ein nasser Kartoffelsack. Aber ich hab vorsorglich genug Leuten Bescheid gesagt, anfeuern zu kommen, damit der Druck zu starten und es einfach für den Spaß zu machen, da ist. Und es lief gut, wirklich gut. Vor allem aber auch, weil es das Heimspiel war.

Schwimmen

Wenn an diesem Tag etwas eine Katastrophe war und das wohl nicht nur bei mir, dann war es das schwimmen. Ja klar, ich bin eh nicht die schnellste, aber 11-12 Minuten sind eigentlich schon drin auch mit schlechter Vorbereitung. Leider, wenn etwas am Bremer Triathlon ungünstig ist, ist es das schwimmen, denn es ist immer voll. Beim Start habe ich ewig gebraucht, um eine Lücke zu finden, habe glaube ich fast eine Minute gebraucht, bis ich richtig ans kraulen gekommen bin, weil es einfach so voll war. Am Ende aber bin ich bestimmt 100m mehr geschwommen, weil ich einfach nur genug Platz haben wollte. Schon komisch, im Wasser Platzangst zu haben. Jedes mal wieder eine neue Herausforderung. Zwischendurch habe ich sogar eine Mitstreiterin Rücken schwimmen gesehen- auch mal was neues 😀 Am Ende bin ich nach knapp 15 Minuten aus dem Wasser gekommen…egal, dachte ich mir, du willst heute nur Spaß haben!

 

Der erste Wettkampf auf dem neuen Rad

Aufs Radfahren hatte ich mich richtig gefreut. Nachdem ich mit meinem neuen Rad beim Bikefitting war, wollte ich unbedingt sehen, was so geht trotz des Trainingsrückstand. Bis auf den Auflieger, den ich nachträglich erst bestellen konnte, war also alles perfekt. Und es fühlte sich gut an. Richtig gut. Immer schön um die 30km/h halten solange es geht. Das ging die erste Runde auch ganz gut, nur auf der zweiten fühlte es sich an, als würden langsam meine Körner zu Neige gehen. Das Laufen konnte also ein Spaß werden, aber deswegen war ich ja dabei 😀 Einzig diese Sache mit den Schuhen auf dem Rad ausziehen – das lief ja mal gar nicht. Noch nie gemacht wusste ich, dass die Wechselzone ewig ist und hatte spontan gedacht, ich zieh die Dinger doch einfach auf dem Rad aus. Das ging erst beim zweiten Versuch, denn mein Verschluss wollte einfach nicht losgehen. Jetzt muss mir nur noch jemand zeigen, wie man mit den Füßen auf den Schuhen treten kann 😀 Aber für meinen ersten 30er-Schnitt hat es trotzdem gereicht (nicht, dass das wichtig wäre…).

Gewoba City Triathlon Bremen - Rad

Meine besten 5km

Ich hatte nach dem Radfahren wirklich müde Beine erwartet und wie immer waren die ersten paar Meter auch die Hölle. In Bremen muss man so eine blöde Rampe hoch sowohl nach dem Radfahren als auch nach dem Laufen. Die gibt einem dann erst mal das Gefühl, so langsam zu sein, wie eben ein nasser Kartoffelsack. Ich hatte mir vorgenommen, nicht auf die Uhr zu gucken. Bis KM 1 hat es auch gut geklappt, aber als die Uhr mit 5:58 min/km geklingelt hat, war ich innerlich ein bisschen baff und bin einfach weiter gerannt. Es geht dann zwei mal auf- und abwärts, da ging mir das Tempo dann wieder verloren und ich war echt k.o. Aber das Ziel war irgendwie nicht mehr weit weg. Da habe ich dann das erste Mal auf meiner Uhr die Gesamtzeit angemacht und hätte innerlich heulen können: Ich konnte tatsächlich unter 1:30 ins Ziel kommen, völliger Wahnsinn, der aber am Ende wirklich geworden ist. Endlos gut war das Gefühl, über die Ziellinie zu laufen, auch wenn zum lachen und für Freudentränen keine Kraft mehr da war.

Gewoba City Triathlon - Zieleinlauf

Da ist wieder Motivation

Trotz miserabler Schwimmzeit hat mir der Wettkampf vor allem eins gebracht: Motivation! Und die hat mir in den letzten Wochen absolut gefehlt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.