Neuer Job, andere Stadt – einmal von Vorne bitte

Wer mir bei Instagram folgt, der hat es vielleicht schon gelesen: Ich habe das schöne Bremen verlassen, zumindest zu knapp 70% und bin nach Ostwestfalen gezogen, um genau zu sein, nach Bielefeld. Jaja, ich kenne die Sprüche und ja, ich habe sie jetzt glaube ich in nicht einmal vier Wochen zu Haufe gehört 😀 Aber hey, ich kann mich nur wiederholen, es ist gar nicht so schlimm, wie der Ruf, der ihm vorauseilt. Und was mache ich jetzt da?

Radausfahrt Bielefeld

Tapetenwechsel – auf nach Bielefeld

Das eigentlich eine ganz kurze Geschichte, die aber einen viel längeren Weg hatte, wie ich jetzt im Nachhinein weiß. Ich habe einen neuen Job angenommen, den ich mir in vielen Punkten, soweit ich das nach knapp einem Monat sagen kann, schon länger gewünscht habe. Seit 1. Oktober bin ich für die Presse- und Medienarbeit an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld (FHM) verantwortlich und bin damit gefühlt ein bisschen an einen Ort zurückgekehrt, wo ich mich während des Bachelor-Studiums schon ziemlich wohl gefühlt habe, auch wenn ich damals in Köln an der FHM studiert habe. Schon nach dem Bachelor wäre ich sehr gerne an beruflich an die Hochschule zurückgegangen, habe dann aber noch den kleinen Umweg über einen Master gemacht und die Stelle kam jetzt so zufällig zu mir, wie der Umzug und trotzdem war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, denn sie macht mich glücklich und zufrieden.

Ich weiß heute, dass mir das “glücklich sein” in den letzten Wochen ein bisschen gefehlt hat, zum Teil aus Gründen, die ich gar nicht weiter erläutern möchte, aber es hat zu einem ganz entscheidenen Unterschied geführt: Das, womit ich acht Stunden am Tag verbringe, soll mir Spaß machen (jaja…es wird nicht immer gleichermaßen alles Spaß machen, aber grundsätzlich). Ich möchte abends nach Hause kommen und nicht das Gefühl haben, mich durch den Tag gequält zu haben, sondern zufrieden sein, denn dann kann ich morgens aufstehen und mich auf meine Arbeit freuen und dann kann ich auch eins: Ganz entspannt meine Laufschuhe anziehen, meine Schwimmsachen nehmen oder am Wochenende das Rennrad bei gutem Wetter vom Dachboden holen und Sport machen.

Beim Sport den Kopf frei kriegen geht bei mir nicht

Ich habe für mich gemerkt, dass ich eines gar nicht kann: Sport machen, um den Kopf frei zu kriegen. Ich weiß nicht, wie andere Leute das machen, aber ich habe beim Sport die Zeit, über so viel Mist nachzudenken. Mir ging es dann manchmal nach dem Sport irgendwie schlechter als vorher. Resultat: Ich hatte überhaupt keine Lust mehr, Sport zu machen, meine Kondition ist verloren gegangen und das führt nicht gerade dazu, ihr wisst es alle, dass es einem mehr Spaß macht.

Laufen macht glücklich – auch langsam

Heute bin ich 8,2km gelaufen – in 1:05h. Langsam? Nein, Schnecken-langsam. Aber ich habe das erste Mal drauf gesch******, dass es so langsam war. Mein Puls war gemütlich unterwegs und mir gings prächtig dabei. Also einfach alles auf Anfang, die Kondition kommt wieder, der Spaß war dabei und ich fühle mich mit all dem, wie es gerade ist, einfach nur gut. Ich habe auf einmal wieder so viel Lust, Sport zu machen. Und wenn keine Zeit ist, dann schaffe ich es sogar seit zwei Wochen, wenigstens ein bisschen Stabi-Training zu Hause zu machen (das habe ich vorher noch nie so geschafft).

Manchmal muss man wohl diesen Tapetenwechsel mal haben, damit man die Dinge anders sieht, anders fühlt und ich habe es nicht bereut. Davon abgesehen, dass ich jetzt endlich in mein Radtraining einige Höhenmeter zwangsläufig einbauen muss und es landschaftlich traumhaft ist, in der Region zu fahren (räusper…ich hab erst eine Tour gemacht….:-D ).

Ab jetzt gibt es hier also nach drei Monaten Blog-Pause wieder mehr zu lesen, zu sehen und vielleicht auch zu lachen. Ich freu mich drauf!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Du bist wunderbar und Respekt, das du den Schritt mit Umzug,alles Neu gewagt hast!
    Und langsam ist egal! Ich bin ähnlich schnell unterwegs aber ich sage mir immer,Hauptsache gelaufen! Man macht alles nur für sich selbst!

    • Huhu du Liebe, danke für deine lieben Worte! Ja ach, das denke ich mir auch. Jetzt gerade macht mir das Sprunggelenk zu schaffen, also muss ich erst mal noch ein paar Tage pausieren mit laufen…
      Ganz liebe Grüße 🙂

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